Social Media Roundup (KW 6)
Eine (kleine) Zusammenfassung der vergangenen Woche sowie ein paar abschließende Linktipps, damit ihr auch an diesem Sonntag ausreichend zu lesen habt.
Social Media Super Bowl
Der Austragungsort des diesjährigen Super Bowl hätte nicht unspektakulärer ausfallen können. Indianapolis, eine Stadt, die ich auf meiner imaginären USA-Reiseroute gekonnt umfahren würde.
Umso mehr gefällt mir, wie die Großveranstaltung letztendlich umgesetzt wurde. Zum ersten Mal in der Geschichte des Super Bowl gab es ein Social Media Command Center.
They set up a 2,800 square foot office space, hired social media analysts Raidious, and recruited a team of volunteer social media monitors to keep tabs on the social web and help people who were lost, confused or just needed a decent place to park.
Und siehe da, es funktionierte. Wie zu erwarten war, meldete auch Twitter gegen Ende des Spiels einen neuen Rekord. 12.233 Tweets pro Sekunde (TPS), das gab es noch nie. (Madonnas Performance in der Halbzeitpause sorgte für immerhin 10.245 TPS.)
Quellen: http://lorirtaylor.com/super-bowl-social-media-success/; http://allthingsd.com/20120205/a-super-social-bowl/; https://twitter.com/#!/twitter/status/166378382660079618
Pinterest und Path
Pinterest ist groß und wächst weiter, das wissen wir inzwischen. Auch einen ersten Ansatz der Monetarisierung gibt es bereits. Hinter dem Rücken der Nutzer wird durch Affiliate-Links das erste Geld verdient.
If you post a pin to Pinterest, and it links to an ecommerce site that happens to have an affiliate program, Pinterest modifies the link to add their own affiliate tracking code. If someone clicks through the picture from Pinterest and makes a purchase, Pinterest gets paid.
Quelle: http://llsocial.com/2012/02/pinterest-modifying-user-submitted-pins/
Auch Path sorgte für Negativschlagzeilen. Die IPhone-App kopierte (bis zum 8. Februar) automatisch das gesamte Adressbuch der Nutzer – inklusive Namen, Nummern und E-Mail-Adressen. Die Entschuldigung auf deren offiziellem Blog liest sich wie folgt:
We are sorry. [...] So, as a clear signal of our commitment to your privacy, we’ve deleted the entire collection of user uploaded contact information from our servers.
Quellen: http://mclov.in/2012/02/08/path-uploads-your-entire-address-book-to-their-servers.html; http://blog.path.com/post/17274932484/we-are-sorry
Kickstarter goes crazy
Auch wenn soziale Netzwerke in diesem Fall nur einen Nebenrolle spielen, das hier ist definitiv eine Erwähnung wert. Tim Schafer, der schon an den ersten beiden Teilen der Monkey-Island-Serie mitarbeitete, will (mal wieder) ein Point-and-Click-Adventure basteln. Die Finanzierung dafür soll über Kickstarterlaufen.
Für das Spiel und eine den Entwicklungsprozess begleitende Dokumentation wurden 400.000 US-Dollar eingeplant. Das machte offensichtlich schnell die Runde, denn innerhalb von 8 Stunden (!) war das Geld beisammen. Ein Erfolg auf ganzer Linie, doch es kommt noch besser: Mittlerweile wurden etwa 1,6 Millionen gesammelt.
All money raised will go to make the game and documentary better. Additional money means it can appear on more platforms, be translated into more languages, have more music and voice, and an original soundtrack for the documentary, and more!
Quelle: http://www.crackajack.de/2012/02/10/kickstarter-goes-crazy-funds-adventure-game-with-over-1-million-dollars/; http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure
Was ist sonst noch passiert?
- LindekIn meldet abenteuerliche Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsjahr: Der Umsatz wurde mehr als verdoppelt, der Gewinn sank um 23%.
- Futurebiz veröffentlichte diese Woche aktuelle Zahlen zu Facebook, inklusive demographischer Daten.
- Zum Thema Pinterest und Super Bowl: Hier findet ihr das Pinterest-Board des #digisport-Teams. (Und hier findet ihr mich.)
Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich!